Kreatin im Kraftsport

Kaum ein Supplement erhält in der Welt des Kraftsports soviel Aufmerksamkeit wie das Mittel Kreatin. Mittlerweile führen eine Vielzahl von Herstellern Kreatin in den unterschiedlichsten Ausführungen in ihren Angeboten, oftmals nicht nur Kreatin alleine, sondern zusätzlich mit Stoffen, die angeblich die Aufnahme von Kreatin in die Muskelzelle begünstigen sollen. Die Einlagerung in die Muskelzelle ist ohne Frage das Ziel der Kreatinsupplementierung. Mit täglichen Gaben wird im Körper ein erhöhter Kreatinspiegel erreicht, welcher mit normaler Ernährung so nicht herzustellen wäre, außer der Mensch würde sehr große Mengen an Rindfleisch verzehren. Die Wirkungsweise dieses Supplements ist hierbei vorallem in der Energiebereitstellung im Training zu sehen.

Kreatin im Kraftsport - Muskeln

Energiebereitstellung in der Zelle resultiert aus der Umwandlung von ATP zu ADP. In diesem System greift Kreatin wie ein Puffer ein und erhöht die Länge der Energiebereitstellung, sodass letzten Endes im Kraftsport mehr Wiederholung bei gleichem Gewicht möglich sind, was letztenendes in verbesserten Muskelwachstum resultieren kann. Wird der Kreatinspiegel aufgrund der Supplementation erhöht so entsteht auch diese längere Belastungszeit. Ein weiterer netter Nebeneffekt des Kreatins ist die Wasserspeicherung vorallem in den Muskelzellen. Über den anabolen Effekt dieser Wasserspeicherung kann gestritten werden, aber die Optik wird auf jeden Fall verbessert. Ebenso hat Kreatin eine nachgewiesene positive Auswirkung auf den gesamten Proteinstoffwechsel, sodass auch über diesen Pfad ein anaboles Milieu geschaffen wird.

Besonders weit verbreitet ist dieses Supplement nicht ohne Grund im Kraftsport und im Bodybuilding, da hier die Belastungen kurz und kraftvoll sind. Aber auch in anderen Sportarten mit kurzen Belastungen wie etwa im Sprint macht eine Kreatinsupplementation Sinn. Die Einnahmeempfehlungen für Kreatin sind unterschiedlich und variieren von Sportler zu Sportler. Viele Athleten entscheiden sich hierbei für eine Anwendung in Kuren über mehrere Wochen. Dabei wird in den ersten zwei bis drei Wochen eine Ladephase eingehalten, in der die Menge bis zu 20 Gramm pro Tag, verteilt auf mehrere Einzelgaben, besteht. Nach dieser Ladephase wird die Menge auf fünf bis zehn Gramm reduziert und etwa 6-8 Wochen eingenommen, bis es zu einer Pause von ebenfalls 8-10 Wochen bis hin zur nächsten Kur kommt. Andere Sportler nehmen Kreatin lieber durchgängig und verzichten auch dabei auf die Ladephase, beginnen also direkt mit einer konstanten Einnahmedosis von drei bis fünf Gramm täglich, bevorzugt eingenommen nach dem Training.

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